Eindrücke der Workshops von Bettina Ritter-Mamczek

Eine wahre Quelle an Inspi­ra­tion und Inter­ak­tion waren die zwei Work­shops von Dr. Bet­tina Ritter-Mamczek.

Im ersten drei­stün­digen Block “Hand­lungs­ori­en­tiertes Lehren und Prä­sen­tieren” wurde dem Leit­satz von Hei­degger „Lehren heißt Lernen lassen“ neues Leben ein­ge­haucht. Theo­rien und Erkennt­nissen aus der Moti­va­ti­ons­for­schung und der Neu­ro­psy­cho­logie lie­ferten zunächst ein über­zeu­gendes — und in man­chen Fällen offen­kundig auch über­ra­schendes – Fun­da­ment. Aus daraus abge­lei­teten Prin­zi­pien für ideale Lern­vor­aus­set­zungen wie „20 Minuten Ein­atmen, 20 Minuten Aus­atmen“ oder „80% Bekanntes, 20% Unbe­kanntes“ haben die Teil­nehmer in gemein­samer Arbeit dann einen bunten Werk­zeug­kasten aus Akti­vi­täten und Methoden für die ver­schie­denen Phasen einer Lehr­ver­an­stal­tung zusammen gestellt. Grup­pen­puzzle, Fremd­prä­sen­ta­tion, Mur­mel­technik, Cliff­hanger u.v.m. haben alle­samt das Zeug, Leh­rende und Ler­nende zugleich aus abge­stumpften Rou­tinen her­aus­zu­reißen und dem Unter­richts­ge­schehen mit neuem Elan zu begegnen!

„Mensch, werde wesent­lich“ (A. Sile­sius) – oder wie ein 16-wöchiges Semester unge­ahnte Vor­kommen an Zeit und Raum in Aus­sicht stellen kann: In dem zweiten drei­stün­digen Work­shop unter der Lei­tung von Dr. Bet­tina Ritte-Mamczek stand die Frage im Mit­tel­punkt, wie Leh­rende lernen können, ihre Stoff zu redu­zieren und die Inhalte zu struk­tu­rieren, ohne dabei auf Wesent­li­ches ver­zichten zu müssen. Dreh– und Angel­punkt war hier die Ent­de­ckung und Defi­ni­tion des Pro­to­typs eines Semin­ar­themas. Mit Hilfe ihres Pro­to­typs waren die Teil­nehmer dann auf­ge­for­dert, Fach­land­karten für ihre Ver­an­stal­tungen zu ent­werfen, auf der Lehr– und Lern­ziele sowie Haupt­in­halte visua­li­siert wurden. Von grie­chi­schen Tem­peln über UFOs und  Gebäu­de­quer­schnitte – die Ergeb­nisse waren fas­zi­nie­rend kreativ und vielfältig!